Flat File CMS – Content management ohne Datenbank

Eine Webseite zu erhalten, diese mit Inhalten zu füllen und einen Haufen Schabernack damit zu treiben ist heute kein Hexenwerk mehr – und ist es schon seit langem nicht.

Ganze Berufsgruppen und Zweige haben sich aufgetan und beraten alle die es wollen (und auch die, die es nicht wollen) in allen möglichen belangen.

So richtig verändert hat sie die Funktion des Internets allerdings dadurch nicht. Nur die Geschwindigkeit (sowohl in der Bandbreite, als auch in der Rechenleistung und dem publizieren von Inhalten) ist wohl definitiv eine andere. Durch die Verbreitung der Wunderwerke CMS (Content Management Systeme) ist es möglich den Inhalt einer Webseite von dem Layout zu trennen. Unzählige Lösungen gibt es. Eine mächtiger als die andere.

Durch meiner Arbeit im Bereich der Medienberatung, als Administrator und natürlich auch Technik interessierter habe ich die unterschiedlichsten Lösungen kennengelernt oder gebaut. Im laufe der Jahre bekommt man es mit vielen vermeintlichen Notwendigkeiten zu tun, Wünsche müssen am besten gestern realisiert werden und sogar Designer, Suchmaschinenoptimierer, Redakteure und was nicht noch alles für Menschen sind beim Aufbau einer Webseite involviert.

Im laufe der Jahre hat sich aber auch das Bewusstsein bei mir entwickelt, dass sich ganz schön in die Tasche geschummelt wird, was die Notwendigkeit, aber auch die Folgen bei diesem Vorgehen sind. Nicht selten habe ich Kunden erlebt, welche mit veralteten Versionen zu kämpfen hatten, auf den ehemaligen Betreuer geschimpft wurde, weil dieser nicht korrekt aufgeklärt hat oder schlimmer noch, viel Geld ausgegeben wurde und dann nicht das gewünschte (oder passende) Ergebnis dabei herum kam.

Ironischer weise sehen das wohl auch einige erfahrene (und wahrlich kompetente) Entwickler so. Gradezu lächerlich sind manchmal die Vorstellungen von Zeit, Geld und Energie wenn es um den Aufbau einer ansehnlichen, möglichst wartungsfreien Webseite geht. Es scheint allerdings hier schlicht ein Generationskonflikt vorhanden zu sein – sie wissen es halt nicht besser die jungen Dinger :).

OK, worum geht es hier? Ich stehe total auf Vereinfachung. Nicht immer ist das was geht auch das was sein muss. Erst recht, wenn es um die Zeit und Energie anderer Menschen geht. Das trifft auf bei der Verwendung der Werkzeuge zu.

FlatFile CMS ist das, was mich in den letzten Jahren dazu gebracht hat wieder freudig an Aufträge zu gehen die mit dem Aufbau von Webseiten zu tun hatten. Es handelt sich dabei um CMS ohne Datenbank (wie diesem Blog hier). Das macht alles viel leichter, transportabler und wie ich meine Ressourcenschonender. Zumal der einfachste Webspace genutzt werden kann. Auch Backups gehen leichter von der Hand. Cool ist in aller Regel auch die Anpassung/der Aufbau von Templates. Wer sich einmal den Unsinn bei WordPress angeschaut hat, wird grade lachend am Boden liegen, wenn er verstanden hat, dass ein neues Thema mit bet-simple (zum Beispiel) in Gardenia 20 Minuten eingesetzt werden könnte (je nach Bedarf versteht sich).

Eine tolle Liste dieser grandiosen Entwicklungen finden sich unter dem nachfolgenden Link. Ich selbst kann jedem kleinen bis mittleren Projekt nur mal dazu raten sich dort mal zusehen. Backups via einfachem FTP Download, kleine Datenmengen, Erweiterbarkeit durch Plugins und vor allem Kommunizierbarkeit in Richtung des Kunden runden für mich die Sache ab 

http://alternativeto.net/software/nibbleblog/

Source: Der Bode

Entspannung durch Einfachheit – Wie wir Dinge in den Griff bekommen

„Das Leben ist hart!“ oder „Das Leben ist kein Ponyhof!“… Diese Aussagen begleiten viele durch den Prozess des heranwachsen und auch im späteren Leben sieht man sich damit konfrontiert, wenn es wieder heißt, dass man Energie für etwas aufbringen soll, dass einem bisher nicht in den Sinn gekommen ist.

In meiner Gesamten Laufbahn habe ich für mich selbst immer wieder die Tendenz gespürt und beobachtet, das es mir ein inneres Anliegen war aufzuräumen. Aufräumen heißt für mich Platz schaffen. Ordnung schaffen. Erkennbare Strukturen bauen oder etablieren. Aufräumen kann auch bedeuten Stolpersteine aus dem Weg zu räumen und Altlasten endlich zu entfernen.

Was sich bisher ohne ausnahmen immer gefunden hat, wenn die dicke Staubschicht aus Gewohnheit, Altlasten, Irritationen und Störimpulsen verschwunden ist, war Ruhe!
Ruhe im Sinne nicht mehr auf Altlasten aufpassen zu müssen. Ruhe, endlich einmal „neu“ zu beginnen. Ruhe, den Freiraum zu haben sich neue Gewohnheiten aneignen zu können. Ruhe vor dem, was einen bisher immer abgelenkt oder gar entmutigt hat.

In gleichem Maße findet sich vor diesem erstrebenswerten Ende aber auch die Abneigung. Änderungen machen angst. Veränderungen scheinen einen bösen Charakter zu haben. Mögliche Verbesserungen bedeutet eine Veränderung. Daher sind Lösungen gleichermaßen zu betrachten wie Veränderungen.

In meinem Fall begrüße ich jede Möglichkeit mich von Dingen zu befreien, die mir bisher im Weg standen. Sei es der Frühjahresputz, die Kellerwoche, der Bürotag oder eine gesetzte Frist, bei der man sich gezielt von Unterlagen, Sperrmüll, unliebsamen Kunden oder Projekten befreien kann. Diese Möglichkeiten bieten ein Ziel. Diese Ziele bedeuten Licht am Ende des Tunnels.

Wie man es auch angeht. Vereinfachung ist für mich der Schlüssel. Im Umgang mit Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen und alltäglichen Bereichen fällt mir auf, wie Impulse dazu führen, dass „Schrott“ gekauft, angeschafft, gelagert oder eingeführt wird. Es kann dabei sogar auf jeder Ebene betrachtet werden. Niemand steht zur Seite und sagt laut „STOP!“. Niemand passt auf, dass nicht wieder ein Marketingexperte eine tolle Idee hat irgendwelchen sinnlosen Kram zu etablieren. Oft geht es nur darum das Gefühl loswerden zu können, etwas zu tun.

Wenn man es nun schafft die vorhandenen Energien in wirkliche Produktivität umzuwandeln ist man auf der goldenen Seite des Lebens. Ok, das ist nun ein wenig arg dick aufgetragen. Stimmen tut allerdings ohne Zweifel, dass meiner Ansicht nach viel zu viele Ablenkungen dazu führen, dass wir nicht das tun, was wir WIRKLICH wollen. Briefe an Mandanten schreiben, Aktenpflegen, Webseite aufbauen, Kundenaquise betreiben und so weiter. Bei all diesen Dingen begegnen uns viele Dinge. Angefangen von der technischen Komponente über das soziale Miteinander bis hin zu alltäglichen Einflüssen wie dem klingeln des Telefons. Alles ist darauf ausgerichtet uns abzulenken und die so fein säuberlich gerichteten Energien aus der Bahn zu lenken.

Vereinfachung schafft hier ab, was eine Quelle für Fehler und Störungen ist. Zumindest schafft es Regularien um in einem vertretbaren Maß damit umzugehen.

Vereinfachung bringt uns zu den Werkzeugen, die wir benötigen um die anfallende Arbeit „gut“ zu erledigen. Dabei ist nicht gemeint, nur das einfachste und günstigste zu nehmen. Damit ist gemeint, dass genau das richtige genommen wird-nicht mehr und nicht weniger. Meistens spielt uns allein hier schon unser innerstes einen Streich. Der einfachste Laptop reicht heutzutage schon aus, um die meisten Arbeiten zu erledigen. Dennoch suchen wir nach etwas, dass schick, modern, vermeintlich zukunftssicher oder Prestigebehaftet ist. Das darf auch so sein. Nur ist Maßhalten oder ein Ausgleich von entscheidender Bedeutung.

Ohne große Hürde könnten wir einige Zeit verschwinden und wiederkommen, ohne das wir den Anschluss verlieren. Nun fallen vermutlich viele Aktionisten, neuzeitliche Technikreisende oder Veränderungjunkys vom Stuhl. Bei der propagierten Schnelllebigkeit verständlich. Die „alten Hasen“ jedoch werden mir zustimmen, dass echte Werte sich nicht so schnell verändern und Prinzipien ihren Namen nicht ohne Grund haben.

Wir machen uns gern vor, dass wir handeln müssen. Müßiggang widerspricht dem eigenen Wunsch sich durch den Erschöpfungsgrad zu definieren.

Wohl dem, der Verstanden hat worum es geht, nicht auf Anweisungen angewiesen ist und einen Kompromiss zwischen dem schließen kann, was notwendig ist und dem was möglich ist. Allem voran natürlich der „spirituelle Augenkontakt“ der unser Gegenüber dazu bringt durchzuatmen und sich darauf zu verlassen, dass alles gut ist.

Source: Der Bode

Systemadministration in Teilzeit – ein Fremdwort?!

Ich suche einen Job. Freiberuflich oder Angestellt ist dabei zunächst irrelevant. Ich biete viele – denke ich. Mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Immer in eigenverantwortlicher Position, immer mit strategischem Einfluss. Kostenbewusst, weitestgehend unvoreingenommen und Lösungsorientiert sehe ich mich selbst. Opensource ist mein Steckenpferd – Windows und Mac gehört aber zum Alltag dazu wie die Luft zum atmen. Die Palette dessen mit dem ich schon gearbeitet habe ist breit. Das Interesse an vielem ebenso. Autodidaktisch habe ich mir meine Zertifizierungen angeeignet und mich ständig weiterentwickelt – auch wenn die letzten Jahre ziemlich ereignislos waren in der IT-Welt.

Ja, ich habe keinen definitiven fachlichen Schwerpunkt. Das war mir in meiner Laufbahn nicht vergönnt. Vermutlich wäre ich auch nicht dazu in der Lage gewesen, weil es gelogen wäre, wenn ich sagen müsste „das geht nicht“ oder „das können wir leider nicht umsetzen“. Nach vielem reflektieren komme ich zu dem Schluss das genau das aber eine meiner „Softskills“ ist. Genau zwei Mal habe ich bisher mit Menschen zusammengearbeitet, die eine ähnliche Art und Weise hatten Möglichkeiten zu erkenne und Notwendiges zu tun um einen Bedarf zu decken. Meistens war es an mir „bockig“ darauf zu beharren, das man ein Ziel erreichen kann.

Neben all dem habe ich auch noch meine Familie im Blick und sorge für den Ausglich der ja ach so wichtig ist. Zunächst nur als Machbarkeitsstudie begonnen erhält mein Gewerbe einen immer festeren Stellenwert. Immerhin kann man so vieles machen, was ohne nicht möglich wäre.

Nun reise ich von einem Vorstellungsgespräch und Headhunteranruf zum nächsten. Immer wieder preist man meinen Lebenslauf. Immer wieder stelle ich ungläubig die Frage, weshalb man auf mich kommt und nicht gleich im Umkreis des „Zielortes“ nach Kräften sucht. Immer wieder bekomme ich die selbe Antwort „gute Administratoren sind schwer zu finden“.
Neugierig erkundige ich mich nach dem Aufgabenfeld, nach der Unternehmensgröße, nach der Teamgröße. Nachdem die Mystik der IT in den allermeisten Fällen verloren gegangen ist, ist vor allem das Ziel interessant. Namen und Produkte sind dann eher variablen die man gegeneinander abwägen muss.
Erstaunt stelle ich fest, dass ich mir oft kaum vorstellen kann, damit einen kompletten Tag auszufüllen.

Diese Einschätzung ist natürlich nahe an der Überheblichkeitsgrenze. Dennoch füttere ich meine Annahme mit den bisherigen Erfahrungen und versuche auszuloten. Immerhin ist mir meine Zeit heilig und die gemachten Erfahrungen zeigen wie gruselig es ist einfach nur irgendwo zu verweilen und handlungsunfähig der Obrigkeit zu unterliegen.

Ironischer weise stehe ich an dieser Stelle schon allein da. Firmen wollen oft Kräfte in Vollzeit. Moderne Strukturen bilden hier eher die Ausnahme. Planerisch kann ich das verstehen, wenn man mehr vor hat. In aller Regel bekomme ich aber den Eindruck, als kenne der „Kunde“ einfach keine funktionierenden Systeme. Verstörend ist auch, wie deutlich man darauf hinweisen muss, dass „Feierabend“ nunmal ein dehnbarer Begriff ist, wenn es etwas umzusetzen gilt. Hier scheint die „Generation Y“ schon tiefe Spuren hinterlassen zu haben. Merkwürdig, wo es doch eigentlich meine Generation ist. Es scheint, als würden Unternehmen einfach auf Nummer Sicher gehen wollen – vielleicht auch weil sie es nicht anders kennen.

Dankbar bin ich für die letzten Jahre, in dem ich Firmen und Einrichtungen kennengelernt habe, bei denen der Aspekt Menschlichkeit nicht in Konkurrenz mit Umsetzungsstärke, Freizeit nicht im Konflikt mit Zielstrebigkeit stand.

Als Vater kümmere ich mich von Beginn an mit um meine Tochter. Eine 8 – 17 Uhr arbeiten sind hier nicht ohne weiteres möglich. Klar fällt man hier durch einige Raster – was auch ok ist. Bei aber genau so vielen Einrichtungen ist aber eine flexiblere Lösung ohne „Soldatentum“ möglich – Vertrauen vorausgesetzt.

Im Moment erlebe ich viele Variationen von „denkbaren Szenarien“. Mal schauen wo die Reise hingeht.

Source: Der Bode