Akzeptanz

Aktuell befinde ich mich erneut in einer Situation die einer Herausforderung gleicht.
Nach Turbulenzen bei meiner letzten Arbeitsstelle musste umgedacht und umdisponiert werden.

Inmitten meines Umzuges und der Vorbereitungen auf die Prüfung zum LPIC-Level 3
sollte die Auftrags und Arbeitssuche wieder einen zentralen Punkt in der Tagesordnung einnehmen.
Natürlich liegt es nicht in meiner Natur den Kopf in den Sand zu stecken, wenngleich in
diesem Fall ein wenig „Entzerrung“ angenehm gewesen wäre.

So reaktivierte ich die alten Quellen in der Hoffnung zu seiner Zeit einen guten Eindruck hinterlassen
zu haben. Ich halte es für enorm wichtig jeden Tag so gut wie möglich im „Jetzt“ zu leben und
sein Auftreten, Verhalten und auch Entscheidungen an die Zukunft anzulehnen. So passte es wieder
wie die Faust aufs Auge das meine Anfrage beim Tüv Nord zu einer Tätigkeit als freier
Dozent im Bereich Elektronik und Elektrotechnik führte. Auch meinen vorhandenen Kunden
kam es sehr entgegen, dass ich nun vermeintlich mehr Zeit zur Verfügung habe.

Genau an dem war es nun aber leider nicht. Der Umzug hat eine ganz andere Qualität, wenn
man zwei verschiedene Haushalte zusammenführt. Unabhängig von den zwischenmenschlichen
Findungswegen und Vorstellungen gilt es auch zwei vollständig ausgestattete Haushalte zu
vereinen. Kein leichtes Unterfangen, welches viel Geduld, Ausdauer und Achtsamkeit erfordert.

Natürlich sollte die angestrebte Zertifizierung nicht vergessen werden und die Familie insgesamt
hat ebenso einen Anspruch auf die zur Verfügung stehenden Energie.

Ohne theatralisch oder dramatisch klingen zu wollen ist diese Zeitspanne eine neue
Herausforderung. Die Abwechslung – von der ich glaube, dass sie für jeden individuell gesehen enorm wichtig ist – zwingt zum umdenken oder zur Anpassung. Beides ist eine hervorragende Möglichkeit für sich selbst besser zu werden. Sich einer solchen Herausforderung zu stellen und am Ende zurückblicken zu können schult in der eigenen Widerstandskraft. Etwas, von dem man nicht genug haben kann.

Blicke ich nun auf die letzten Jahre zurück, so sehe ich bei nahezu allen „erfolgreichen“ Personen, dass diese sich den „Herausforderungen“ in ihren unterschiedlichen Gewändern gestellt haben. Jede Möglichkeit zur Abwechslung entwickelt die persönlichen Eigenschaften – sofern man es denn zulässt.

Der Pessimist wird nun Unvollkommenheit wittern. Der Perfektionist schreit vermutlich nach einer Ideallinie. Fakt ist für mich, dass mir bewusst ist, jeden Moment nur genau einmal durchleben zu können und daher ist mir wichtig ein maximum aus allem mitzunehmen. Daher freue ich mich auch – so merkwürdig es auch klingen mag – auf die unsteten und unklaren Situationen. Gern mit mehr Ruhe versehen (daran arbeite ich noch), aber in jedem Fall „erlebenswert“. Diese Passagen sind es, welche Zukunft formen und Eigenschaften entwickeln.

Source: Der Bode

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