Bremsen macht uns schneller

in den letzten Monaten beobachte ich ein wirklich interessantes verhalten in mir und der
Art und Weise wie ich Dinge angehe. Ich suche an allen Ecken und Enden nach Möglichkeiten
zur Optimierung. Schränke werden ausgetauscht, der Inhalt verkauft. Die Fotoausrüstung wird verkleinert, der Keller entschlackt. Ich kann nicht leugnen, dass selbst nach einem immer wieder begonnenen und recht intensiven Jahresendeputz nach wie vor zu viel Zeug in den Schränken steht.

Bei anderen Dingen ist es genau so. Es fällt mir leichter eine disziplinierte Zeitphase zum Bearbeiten von Email, lesen von Facebooknachrichten, sortieren von Daten und bearbeiten von Büroangelegenheiten einzulegen. Als gegenleistung soll bitte das Handy aufhören zu klingeln oder unnütze Meldungen vom Desktop verschwinden.

Vor kurzem habe ich dann doch zwei, drei Dinge entdeckt, mit denen ich liebäugelte. Ein Objektiv und vielleicht eine neue Kamera wäre fein. Natürlich nicht direkt aus dem Laden, aber eben neuer als das was ich habe. Ich verspüre keinen Druck, keine Ungeduld – nur ein wenig frustration, dass es wieder Zeit dafür ist.

Kaum jemand kann meine Ansicht teilen. Sieht ggf den ROI (return on invest). Das macht die Sache nicht einfacher. Mich selbst irritiert, am meisten, dass ich eigentlich voller Energie und Tatendrang stecke und all diese „unnötigen“ Impulse mich vom eigentlichen Ziel ablenken und stören. Ich fühle mich fokussiert und klar. Motiviert und kreativ.

Schaue ich mich nun um, dann stelle ich fest, was ich alles im Tausch zum o.g. erbringen konnte. Wesentlich mehr Beiträge auf Hommage und FaceBook-Fanpage. Mehr shootings und Austausch. Ideen wohin das Auge reicht und schon die ersten Steine die Rollen. Alles andere ist Unwichtig.

Natürlich mache ich mir Gedanken darüber, wie ich diese Effizienz und Energie erreicht habe. Letztendlich komme ich auch im Vergleich mit vielen Beträgen und Erinnerungen zu dem Schluss, dass es die Bremsen sind, welche ich mir selbst, meiner Umgebung, meiner Ausrüstung angelegt habe. Durch das Endschleunigen meiner Bewegungen und neue Ausrichten der Aufmerksamkeit und Energie wächst die Qualität des Ergebnisses. Ironischer Weise damit auch gleich die Quantität der wirklichen Taten.

Durch das nehmen von Möglichkeiten hat die Aufmerksamkeit keine andere Wahl also sich mit Anlauf und voller Wucht auf das zu werfen was in ihrer Bewegungsrichtung liegt. Durch das bündeln der Energie durch wesentlich weniger verbrauchende Impulse bietet sich keine andere Art der Entfaltung.

Bremsen macht uns zwar gefühlt langsamer, konzentriert jedoch die Richtung. Die Fehlenden Ablenkungen machen uns wesentlich klarer für das Ergebnis was wir direkt erreichen können und wollen.

Ein tolles Instrument. Auf diese Weise ist es ohne weiteres Möglich in unserer Leistungsklasse das nächste Level zu erreichen. Sind wir fotografisch unterwegs: benutze 2,3,4 Wochen lange nur eine Linse – Egal was kommt. Wollen wir kreativer Werden: beschränke dich eine gewisse Zeit auf ein Thema. Wollen wir eine Prüfung sorgenfrei bestehen: Mache das Thema universell gegenwertig – nur für einen kurzen Moment im Leben.

Die Entspannung und die Motivation die mich seit einigen Wochen erfüllt wird lediglich durch demotivierende Ereignisse geschmälert von denen ich mich feenhaften will. Zeitverschwendung, Nein-Sager, Aufpasser und Gutmenschen sind die Stolpersteine die in den Weg rollen werden. Also Füße hoch .)

Source: bodemotion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.