Archiv der Kategorie: Lifestye

Das Sony Xperia Z1 Compact hat bereits eine Schutzfolie

tldr; Das Sony Xperia Z1 Compact wird von Haus aus mit einer Schutzfolie verkauft. Kratzer drin? Einfach eine neue drauf. Wie? mobilegeeks.de erklärt es mit Videos von btekt.com.

Kann ich jetzt bestätigen. Hubsche Folie gibt es bei Amazon. Leute mit zwei linken Händen sollten auch zwei Folien kaufen. Ansonsten beim Auflegen der Folie nicht zusehen wie sich die Folie mit der Oberfläche verbindet sonst entstehen Blasen sondern ein klein wenig nachhelfen mit dem Tuchlein.

Sonst scheint es bisher ganz gut zu funktionieren (Erfahrung basiert auf 2min Nutzung bisher :F)

OpenRheinRuhr 2014 – Tag 2

Da wir aus logistischen Gründen nicht gemeinsam hingefahren sind, war Jörg also am ersten Tag und ich am zweiten Tag bei der OpenRheinRuhr 2014 in Oberhausen.

Es war an beiden Tagen leider etwas „ruhiger“ als die letzten Jahre, trotzdem waren auch diesmal wieder nette Leute, Themen und Stände dabei.

Holger Jakobs hatte das Thema „C++11 und C++14 – Was bringen die neuen Standards?“ vorgestellt und ich war doch recht positiv überrascht über einige Änderungen. Endlich kann ich meine Matrix vernünftig verschieben indem ich einfach die Adresse ändere (hrhr). Holger war aber auch ein sehr guter Redner.

Unter anderem war aber auch der Vortrag von Sarah Julia Kriesch zum Thema OpenSuse 13.2 recht aufschlussreich. OpenSuse scheint nach wie vor ein großes Thema in der europäischen Community zu sein und es war auch irgendwie amüsant zu hören wie doch eigentlich jeder meiner Gesprächspartner seinen ersten Linux-Kontakt über Suse gefunden hat. Es war damals halt einfach und bunt. Sarahs positive Meinung zu KDE kann ich aber nicht teilen 😛 XFCE4 rulez!

Harald Koenig hatte aber danach den Vogel abgeschossen und gezeigt was für verrückte Dinge man mit Strace machen kann. Es ist eine einfache und geniale Art um mal hinter die Kommandos in der Konsole zu kommen und selbst zum Auffinden von Fehlern ist es genial. Er löste auch gleich mal das Problem mit dem „, ‚ sowie „/“ und zeigte die Unterschiede.  Großartig und genug zu Lachen gab es auch.

Ansonsten gab es noch ein paar schöne Stände und wie gesagt gute Gespräche. Ein paar Jungs hatten sich über einen RaspberryPi, WLAN-Stick und Motoren ferngesteuerte Pis gebaut (Apache, PHP und über Buttons dann bash-Befehle loshauen … geile Sache!).

OpenSuse war vertreten, Debian, es gab Mate(!) und die Orga war wie jedes mal gut organisiert 😉 Danke nochmals!

Ich würde mich wahnsinnig freuen wenn es 2015 wieder ein ORR gibt und so wie es ausschaut ist die Chance für einen eigenen Vortrag nicht schwer.

Wenn ja, wir sind wieder dabei (und hoffentlich mal unverpeilt und unverplant als Team, gell Jörg?).

Netflix(DE) mit Hilfe von Chrome-Beta auf Linux (Ubuntu)

Gerade ausprobiert und für gut empfunden. Die Lösung für Amazon war ja irgendwas mit Wine, Silverlight und viel proprietärer anderer Scheiße.

Netflix verlangte nur *hüstl* eine aktuelle Chrome-Beta, das Plugin User-Agent Switcher for Chrome und die aktuellste libnss3. Letzteres war sogar bereits aktuell. Alles installiert, kurz mal den User-Agent verändert und tada … Netflix läuft

Netflix Linux Mozilla/5.0 (Windows NT 6.3; Win64; x64) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/38.0.2114.2 Safari/537.36 Replace IE

Ich denke mit der Lösung kann man leben.

Quelle: omgubuntu.co.uk

Herausforderungen

Jeden Tag aufs neue kommen sie in unser Leben und begleiten uns durch den Tag. Mal haben sie größere Ausmaße, mal eher unscheinbare. Für den ein oder anderen besitzen sie sogar die Fähigkeit eine Farbe anzunehmen. Die Rede ist von Herausforderungen.

Wir alle sehen uns ihnen gegenüber. Dem einen fällt es schwerer sie zu erkennen und er beginnt danach zu suchen, der andere kommt nicht umhin sie überall zu entdecken und ist schon von der schieren Anzahl ganz erschlagen.

Im allgemeinen haben Herausforderungen einen schlechten Ruf. In aller Regel treffen sich nur gleichgesinnte wenn es darum geht den Umgang mit ihnen zu suchen. In Gesprächen hat man sofort die volle Aufmerksamkeit aller beteiligten, wenn man offenbart, dass eine neue Herausforderung vor der Tür steht. Ausnahme ist allerdings, wenn man jemandem mitteilt, dass eben jene bevorstehende Aufgabe für ihn bestimmt ist. Dann erlebt man in aller regel eine Unruhe im Gegenüber aufsteigen die sich maximal in eine vorsichtige Abtasthaltung wandelt.

Dabei ist es zum einen eine reine Definitionssache, welche Stigma eine Herausforderung annimmt und zum anderen eine freie Interpretation, was sie einem selbst bedeutet.

Eigentlich genug Spielraum um sie für sich zu nutzen. Definiert man Beispielweise eine Herausforderung um und nennt sie Aufgabe, Ziel oder ähnlich, hat man gute Chancen sowohl sich selbst, als auch seinem Gegenüber die Unsicherheit und/oder Angst, Sorge oder Druck zu nehmen.

Mehr noch: Zerpflückt man eine Herausforderung in ihre Einzelteile wirkt sie zunehmend einfacher, unspektakulärer und weniger herausfordernd. Wenn man jetzt noch den eigenen Reingewinn in der Annahme dieser Herausforderung (oder Erledigung der Aufgabe) erkennt, wirkt eine zuvor noch abschreckende Herausforderung wie ein kleiner Motivationsmotor, der Schritt für Schritt anfängt das Getriebe des eigenen Erfolgs (zum Beispiel die Erledigung möglichst vieler Aufgaben auf der ToDo-Liste) in Gang zu setzen.

Herausforderungen sind also bestenfalls zu erledigende Aufgaben die uns maximal etwas von unserer Zeit abknüpfen und Energie bedürfen, weil wir sie in Angriff nehmen und zuvor ein bischen was von uns abgeben. Dieses Abgeben übrigens ist der innere Schweinehund. In aller Regel werden wir nicht geneigt sein etwas von uns abzugeben, wenn wir dafür nicht etwas ebenbürdiges oder gar höherwertiges erhalten. Das kann man auch evolutionär so stehen lassen. Meistens handelt es sich um ein Tauschgeschäft. Ist man eher der Erfolgsorientierte Geschäftsmanntyp, so möchte man zu dem Tausch auch noch etwas oben drauf haben. 

Wenn wir also für uns selbst oder unser Gegenüber eine Herausforderung ankommen sehen oder definieren, so sollten wir darauf achten immer das Ziel als zu erreichendes Maß der Dinge im Auge zu behalten und den Weg dahin in möglichst viele Teilabschnitte zu zerlegen. So behalten wir leichter den Überblick über die zu erbringende Energie zur Erledigung dieser Aufgabe und haben zudem auch noch den Mehrwert vor Augen der uns eine Rechtfertigung dafür bietet weshalb wir all das hier machen.

Halten wir also abschließend Fest: Aufgaben sind unser täglich Brot. Wie gut oder weniger gut wir sie erledigen liegt in der Priorität des erkannten Ziels. Dieses Ziel liegt hinter der Aufgabe und ist durch die Definition geformt. Je kleiner wir eine Aufgabe in ihre Einzelteile zerlegen, so einfacher erscheint uns das Gesamte. Als Motivator dient der zu dahinterliegende Mehrwert für den wir unsere Energie opfern. Wie toll dieser uns allerdings gefällt ist die Herausforderung des Aufgabenstellers :).

Source: Der Bode

Rückmeldung aus dem Urlaub

Wie der ein oder andere vielleicht mitbekommen hat habe ich mir eine Auszeit gegönnt und war am schönen Gardasee. Im Vergleich zum letzten Jahr war es doch ein wenig anders. Mehr und mehr bin ich von diesem Land auf den Unterschiedlichsten Ebenen Begeistert.

Allerdings sollte dieser Urlaub auch und überwiegend der Familie gewidmet sein. Daher sind meine Vorhaben in Sachen Buch schreiben, Artikel basteln, Homepages bauen und so weiter recht kurz geraten.

Nichts desto weniger habe ich die unfassbare Vielfallt der Eindrücke nicht spurlos an meinem Sensor vorbei ziehen lassen und musste gleichzeitig ein wenig mit meinem Workflow spielen. Auch kam ich aus meiner Rolle als Tierfotograf nicht so ganz heraus, was in der Bewunderung der Tiere und dem Umgang der Einheimischen mit ihnen resultierte. Zudem war die Landschaft für Landschaftsaufnahmen grade perfekt… Dennoch hielt ich mich auch hier ein bisschen kurz :).

Damit auch ja jeder einen kleinen Eindruck erlangen kann, was und wie es mir in Italien erging, habe ich auf meinem Flickr-Account auch gleich ein Album angelegt. Sollte zu meiner bisherigen Auswahl noch etwas dazu kommen, so werde ich es wohl auch gleich dort zur Verfügung stellen. 

Also: Welcome back to me to germany 🙂

Source: bodemotion

Motivation: Warum mache ich das?

Immer wieder komme ich, und sicherlich jeder andere auch, an einen Punkt an dem man sich fragt: warum mache ich das eigentlich?

Manchmal geht es kurz vor Ende eines Projektes darum die letzten 20% abzuarbeiten – die ja eigentlich nur noch kosmetik sind. Oder aber der Besuch im Fitness-Studio, den man doch auch gut verschieben könnte.

Oft erlebe ich diese Frage aber auch im Alltag, wenn es darum geht Dinge erst ins rollen zu bringen, oder gar eine Entscheidung zu treffen.

Ich für mich habe mich schon lange von einer durchgehenden Argumentationskette verabschiedet. Zumindest wenn es augenscheinlich nur mich selbst betrifft. Die meisten Dinge im Leben haben keinen nachhaltigen Sinn und Zweck – zumindest vordergründig. Damit meine ich keineswegs, dass sie nicht wichtig oder dringend sind. Damit meine ich, dass wir dazu neigen Dinge zu intellektuell oder zu zivilisiert zu betrachten und ihnen einen viel zu hohen Stellenwert zuzuschreiben.

Für uns selbst mag das stimmen, global gesehen ist das aber unfug. Tragisch wird es, wenn man dabei zuschauen kann, wie man immer weniger umsetzt oder an der Verwirklichung der eigenen Ziele arbeitet oder gar aufhört zu Träumen.

Daher ist es sicherlich für mich selbst, als auch für mein Umfeld manchmal merkwürdig zu beobachten wie und welche Entscheidungen ich treffe oder wo ich meine Energie investiere. Ein Künstler hat das in einem hervorrangenden Bild zusammengefasst. Mehr bleibt mir da nicht zu sagen.

warum machst du das? Weil es geht!

Ruthe.de Diente als Quelle zu diesem grandiosen Cartoon.

Source: Der Bode

Batch Umwandlung von Videos unter Linux/BSD

Als leidenschaftlicher Medienjunkie sammelt sich das ein oder andere Video auf meinen Datentresoren. TV-Aufnahmen werden verschoben, Vorträge gesammelt und so kommt ein beachtliches Arsenal an Videomaterial zusammen.

Nun bin ich nicht der Typ der alles in HD 1080p haben muss und schon gar nicht bei DVB-T Aufnahmen (die es ohnehin nicht mitbringen). Also jage ich nachfolgendes Skript über meine Screen Session um sämtliches Material in einem Ordner in ein platzsparenderes Format umzuwandeln. Dabei gehe ich den Weg des geringsten Wiederstand und nehme einfach eine Eingangsdatei und konvertiere diese in x264 Video mit ac3 Ton. Keine Anpassung von Ratio oder Auflösung. wer möchte kann das gern ergänzen. Dazu nutze ich der Einfachheit halber ffmpeg und schreibe die fertigen Dateien in einen entsprechenden Order um eine Unterscheidung machen zu können. Natürlich ersetze ich dabei die Dateiendungen.

In diesem Fall arbeite ich gezielt AVI Dateien ab. Wenn ich allerdings meine TV Aufnahmen bearbeite ersetze ich das .avi durch ein .ts.

for i in $(ls *.avi | sed -r -e ’s/(.*)\.(.*)/\1/‘);
do
ffmpeg -i $i.avi -c:v libx264 -preset slow -b:v 1000k -c:a ac3 -b:a 128k fertig/$i.mkv;
done

Warum der Wohlstand uns handlungsunfähig macht

Es ist ein gewagter Titel, darüber bin ich mir bewusst. Warum habe ich einen solchen Titel gewählt? Genau weil ich anecken möchte. Es ist ein bewusst melodramatischer und provokant gewählter Titel, weil ich vor habe den Text ähnlich zu gestalten. Hintergrund ist eine gewisse Form des Unverständnisses meinerseits. Im Laufe der letzten Jahre habe ich immer wieder Diskussionen geführt und reflecktierend auf mich und meine Umwelt eingewirkt. Nahezu keine Woche (wenn nicht sogar Tag) verging ohne das ich glaubte einen Erkenntnisgewinn erlangt oder einen neuen Impuls erhalten zu haben.

So unterschiedlich die Themen, Beweg- und Hintergründe auch waren, so zentralisierter war für mich die Quintessenz. Ich rede im übergeordneten Sinne vom „Tun“. Lächerlich eigentlich. Wir alle tun etwas und niemand wird wohl jetzt aufspringen und sich denken „Man der Typ hat recht!“. Tun scheint uns auf mannigfaltige Art und Weise zu beschäftigen. Mal geht es darum mehr zu tun, mal darum weniger zu tun. Oft jedoch wollen wir das richtige tun und sind dann schon ohne es zu wissen in einen wunderbaren Kreislauf geraten.

Immer wieder reden und planen und reflektieren wir über unser tun. Was als nächstes ansteht, was vergessen wurde, was besser hätte sein können, was nicht sein sollte und wie beim nächsten Mal das Schnitzel gewürzt wird.

Gut, das Schnitzel lasse ich mal weg – es hat sein soll als auflockere erledigt. In den vergangenen Jahren habe ich für mich viele Dinge und Situationen erlebt und wahrgenommen die für mich unglaublich wertvoll wahren. Nicht weil sie mir etwas gegeben hätten, was niemand sonst bekommt. Auch nicht, weil sie mir zu unfassbaren finanziellem Reichtum oder einer beruflich nahezu unerreichbaren Position verholfen haben. Vielmehr konnte ich Einblick und Erkenntnisse sammeln, bei denen ich den Eindruck gewann, dass Sie nur wenige teilen oder gar ähnlich sehen.

Immer wieder begegne ich tollen Menschen. Menschen die wunderbare Eigenschaften besitzen. Beneidenswerte Talente, interessante Ansichten oder einfach nur ein unterhaltsames Wesen. Dabei durchstreife ich die unterschiedlichsten sozialen und beruflichen Schichten (die nebenbei bemerkt ein uriges Konstrukt sind) und mache keine Unterschiede zwischen Geschäftsführern, Aushilfen, Auszubildenden oder Schulgängern.

Offen und neugierig glaube ich meinem Gegenüber zu begegnen und bin nicht in der Lage andere Empfindungen zu hegen als diejenigen die sich über Null bewegen. Das bedeutet nicht ins negative gehen. Ich fühle mich sozusagen wie die emotionale Schweiz. Alles und jeder der mir begnet ist grundsätzlich mit einer oder mehrerer der oben genannten Eigenschaften ausgestattet (und natürlich etlicher weiterer). Was mich irritiert ist, dass bei all dem tun offenbar für die meisten nichts nachhaltiges entsteht. Weder emotional, noch sachlich. Selbst wenn das neuste Spielzeug gekauft wurde – es hat keinen wirklichen Wert mehr. Man baut sich ein Haus, rackert sich ab um das Gefühl zu haben noch zu leben und sich diesen Umstand bewusst zu machen. Es werden Karrieren und Veränderungen angestrebt die viele Mitmenschen tangieren sich gegenseitig (was ich leider in nahezu jedem Fall als unhöflich empfinde) und offenbar entsteht doch keine nachhaltige Zufriedenheit.

Diesen Sachverhalt könnt man noch ewig weiter ausbauen. Die Quintessenz ist in etwa da zu finden, das unglaublich viele Menschen auf der Suche nach etwas zu sein scheinen und ich gebe die Hoffnung nicht auf,  dass nahezu jeder von diesen Menschen alles notwendige hat um diese „Ziele“ zu erreichen. Dennoch füllen sich Regale um Regale mit Lebensratgebern, Pseudokrankheiten sind kaum noch von reellen zu unterscheiden, (weil sie dazu geworden sind) und vielmehr erkenne ich eine Tendenz dazu eigene Unzulänglichkeiten und ein „Versagen“ oder „nicht können“ als Option zu erkennen.

Damit soll nicht der Supermensch propagiert werden, oder gar jeder zu alles gebracht werden. Es geht um eine innere Haltung die mehr und mehr dazu führen wird, dass Nachhaltigkeit und Ergebnisse in den Hintergrund rücken und der Mensch als solches immer mehr zu einer Wertfreien Zone verkommt. In dieser Zone ist es in Ordnung weder Leistung noch Ambition zu haben oder zu entwickeln. In dieser Zone ist es auch in Ordnung das eigene Schicksal auf dem Rücken anderer aufzubauen und zu stützen.

Gewagte Aussagen? Stimmt! In den vergangen Jahren habe ich Bildungseinrichtungen Kennengelernt und selbst doziert. Ich habe als Berater Firmen, Abteilungen und Menschen kennen gelernt die konstruktiv versuchen auf Ihre Art erfolgreich zu sein und zu schaffen. Dabei ist nicht allein der Firmenchef eines großen Imperiums gemeint, sondern auch der Freiberufler der sein Leben und die darin enthaltene Arbeit selbst gestalten möchte.

Meine Theorie zu diese bereits Jahre andauernden Entwicklung ist eine recht simple: Unser Wohlstand macht uns handlungsunfähig!

Wohlstand obwohl überall von schlechten Arbeitsbedingungen, leeren Kassen oder einem Minus auf dem Kontostand die Rede ist? Jawohl. Auf jeder Etage finden wir heutzutage einen unglaublichen Wohlstand. Der Staat hat so viele Kosmetische Themen zu besprechen, das wir wahrhaftig nicht anfangen zu lachen, wenn jemand beispielsweise „bedingungsloses Grundeinkommen“ in die Runde wirft. Wir befinden uns hier an einem Grad der Freiheit und des Wohlstandes, der diese Überlegungen zulässt. Jugendliche werden fein säuberlich und durch mehrere Hände wohlwollend über Jahre hinweg auf den Arbeitsalltag vorbereitet. Sogar Gelder sind dafür vorhanden und  Bildungszentren richten Kompetenzchecks und Vorbereitungstage ein. Selbst zur Zeit meiner Ausbildung (welche grade mal 10 -14 Jahre her ist) undenkbar so geführt zu werden. Berater stehen an der Strassenecke bereit um die Unsicherheit und Ängste wohlwollend abzufangen und Sorglosigkeit zu verbreiten. Im Zweifelsfall war das anvisierte Ziel nichts für einen und man probiert weiter. Eine gängige Praxis in vielen pädagogischen Einrichtungen wie mir scheint. Individualität wird großgeschrieben und damit genau nichts erreicht, wenn versucht wird genau jeden so individuell zu erreichen ohne einen Maßstab anzusetzen. Der Irrglaube, dass jeder Mensch von Natur aus ein unglaublich überschwängliches und gradezu philosophisches Maß an Individualität an den Tag legt lässt uns auf eine Meta-Ebene gleiten die nur noch die Verfechter greifen können. Auch nach der Ausbildung ergeht es dem Protagonisten nicht anders. Entscheidet man sich für ein Studium, so werden vergleiche einer erweiterten Schule laut. Stundenpläne und Elterntage sind an Unis eingezogen. Selbstständigkeit lernt man später. Da das lernen zu lernen schon im Vorfeld verpasst wurde (vermutlich aufgrund individueller Eigenschaften) muss hier durch dritte, vierte und fünfte Hand nachgebessert werden. Entscheidet man sich für die Arbeit, so bringt man an eigenen Ansprüchen schon genug für ein Konzept einer weiteren Bildungseinrichtung mit sich. Abgeholt, verstanden, wahrgenommen, für die nächsten zehn Jahre abgesichert mit einem integrierten Bürgen will sich der frisch ausgelernte in ein Unternehmen integriert wissen, bevor er überhaupt die heißbegehrte Wahre des „sich bezahlt machens“ offenbart. Führungskräfte bemängeln schon seit Jahren den Mangel an Initiative und Selbstständigkeit oder – noch weitergehend – des sich profilieren wollen. Verantwortung für sich und das eigene Handeln oder deren Konsequenzen übernimmt schon jemand.

Die Ironie im oberen Absatz ist sicherlich (so hoffe ich) nicht zu übersehen. Dennoch sind es Bruchstücke an gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse aus unzähligen Gesprächen mit Menschen aus unterschiedlichsten Stellen mit unterschiedlichsten Funktionen.

Da wir uns massiv in eine Situation gebracht haben, in der wir wohlständig genug sind um all diese Konzepte auszuprobieren und nichts überlebenswichtiges mehr „müssen“, tragen wir langsam die Früchte dieser Arbeit mit uns herum. Noch steuern „die alten“ die Unternehmensentwicklungen. Damit sind auch jüngere gemeint, welche noch „alte“ Werte wie „Ursache und Wirkung“ kennen gelert haben. Eine aussterbende Rassen.

Wir sind an einem so wohlständigen Punkt, dass wir uns darüber unterhalten müssen, ob ein Arbeite und Erwerbsloser überhaupt für sein Leben aufkommen muss. Kinder bekommen ist mittlerweile eine Abwägung diverser Variablen (zumindest die dazu befähigten praktizieren das offenbar so). Nahezu alle mir im Alltag begegnenden Bereiche des Lebens scheinen außerordentlich unnatürlich geworden zu sein. Die schöngeredeten Hintergedanken bei all den Entscheidungen sind sicherlich vielversprechend, bevorzugen allerdings nur die „befähigten“ unter uns. Das sind diejenigen die es drauf haben, die gebotenen Mittel zu erkennen und in Ihre Lebensführung einzubauen. Das wiederum schaffen allerdings gefühlt nicht mal die Hälfte aller Berater an den Wegstrecken.

Insgesamt möchte ich nicht als Untergangspolemiker verstanden werden. Dennoch sehe ich einen großen Kollaps und eine weitere Aufteilung in unterschiedliche Klassen der Gesellschaft die mehr und zu einer klar einsetzbaren und kalkulierbaren Größe wird.

Diese Zeilen schreibe ich als Vater, Selbstständiger, Angestellter, ehemals Arbeitsloser, Lebensgenießer und Partner in einer zwischenmenschlichen Beziehung. Wünschenswert fände ich das entwickeln einer allgemeinen Zufriedenheit, denn die sollte meiner Ansicht nach vorhanden sein, bei all der Sorglosigkeit durch die wir uns bewegen könnten. Es gibt so ausserordentlich viele Optionen und Entfaltungsmöglichkeiten die offenbar nur von wenigen erkannt  oder genutzt werden. Ein „geht nicht“, „das kann ich nicht“ ist doch wahrlich nicht zeitgemäß sondern schlichte Unwissenheit oder Ignoranz.

Erfolgstipp: authentisch sein!

Vermutlich werde ich ausnahmsweise 100-prozentig richtig liegen wenn ich sage dass es wohl niemanden auf der Welt gibt der nicht mal einen Menschen getroffen hat von dem er sich gedacht hat: „das hätte ich nicht gedacht“, oder „so habe ich ihn/sie aber nicht eingeschätzt“.

Vermutlich noch eher werde ich Zustimmung ernten wenn ich sage, dass jedem die Situation mehr oder weniger eindringlich bekannt ist, in der man das Gefühl hat sich verstellen zu müssen oder im Nachhinein feststellt dass man sich verstellt hat. Meistens sind solchen Erfahrungen ein ganzer Rattenschwanz an Gedanken angehangen. Wir denken über uns nach und hinterfragen uns ob er richtig oder falsch gehandelt haben. Manchmal sind wir sogar überrascht von uns selbst und können nicht so recht erklären warum, wieso, weshalb wir so reagiert haben.

Schwieriger wird uns vermutlich fallen Situationen in unserem Gedächtnis zu finden an denen wir von einem Menschen von Anfang bis Ende begeistert waren. Ich spreche nicht von der Begeisterung die man gegenüber einem Popstar hat, sondern die Begeisterung sich angenehm wohl und behaglich gefühlt zu haben während man seine Arbeit tat oder eine Aufgabe erledigte.

Genauer betrachtet werden wir feststellen, dass unser Gegenüber in einer solchen Situation sehr authentisch gewesen ist. Der Eindruck (der erste vermutlich) war von Anfang bis Ende stimmig. Dabei ist es unerheblich ob wir mit einer lieben, netten und zurückhaltenden Personen in Kontakt standen oder mit einem ruppigen Türsteher Charakter.

Wir arbeiten gerne mit Menschen zusammen bei denen wir wissen woran wir sind und bei denen wir gewisse Verhaltensmuster anlegen können (fast schon wie Berufskleidung) auf die wir uns einstellen können. Ungern hingegen arbeiten wir mit Menschen bei denen wir bei jedem Kontakt erneut herausfinden müssen wie wir uns zu verhalten haben, was wir zu erwarten haben, was wir erwarten können und so weiter.

Wenn wir die vorangegangenen Absätze noch mal lesen wird uns auffallen, dass wir nun auf einen größeren Erfahrungsschatz zurückgreifen können, weil uns immer mehr Situationen einfallen werden in denen wir mit anderen Menschen genau diese Erfahrung gemacht haben. Schauen wir uns die einzelnen Situationen einen stellen wir fest dass die Menschen arg unterschiedlich waren und kein Schema F hatten.

Es ist vollkommen unerheblich was für ein Charakter ein Mensch hat. Ist er ruppig und unbequem ist es genauso gut wie das Mauerblümchen oder der durchgeknallte Typ von neben an. Wichtig ist, dass sie alle authentisch sind. So ist es für uns wichtig bei uns selbst zu bleiben. Damit meine ich nicht das es spirituell er zurücklehnen, Augen schließen und zu seiner Mitte finden. Es sollte vielmehr so sein das wir etwas verkörpern worauf sich andere einstellen können.

Es liegt also nahe, dass es nicht zwingend notwendig ist seine Berufskleidung anhand der Erwartungen anderer anzupassen-das wird (sofern es sich nicht um einen kurzen, temporären Abschnitt handelt) nach hinten losgehen. Genauso sollten wir unsere Verhaltensweisen, Ansichten, Stärken und Schwächen nicht gezielt an unserem gegenüber ausrichten, denn so nehmen wir Ihnen die Möglichkeit sich an uns zu orientieren und ein ähnlich wohliges Gefühl zu haben wie wir es hatten also mit authentischen Menschen zu tun hatten.

Ein weiterer absolut erstrebenswerter Nebeneffekt ist, dass bei einer halbwegs authentischen Lebensweise ein ungemeiner druck von unseren Schultern genommen wird. Wir können in nahezu jeder Situation auf einen uns bekannten Rhythmus zurückgreifen und stellen kein böses erwachen für unsere Mitmenschen oder Geschäftspartnern da. Eine authentische Lebensweise ist zudem ein elementarer Grundstein für einen „Flow“ Gefühl. Wenn wir machen was wir machen ohne in ein unbewusstes Schema zu gleiten, so fällt es uns leichter und raubt uns nicht unnötig Energie..

Erfolgstipp: Verbindlichkeiten

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Entscheidungen die wir täglich treffen. Sofern wir ein kurzfristiges Ziel verfolgen sind wir natürlich eher geneigt kürzere Entscheidungswege zu gehen und sogar neue Wege zu beschreiten. Bei mittel- oder langfristigen Zielen ist das nicht der Fall. Hier wollen wir Pläne, Konzepte oder allgemein gesprochen einen roten Faden.

Der Prozess einen solchen roten Faden zu bekommen ist ein mühseliger und fordert allen beteiligten eine Menge Energie ab, denn – wenn man mal ehrlich ist – passiert in dieser Zeit nichts. Da der Erfolg sich oft darin bemisst was man vorzeigen oder nachweisen kann passiert es häufig das Ungeduld ins Spiel kommt oder gar eine Form des Aktionismus entsteht. Ist ein solcher Impuls einmal gesetzt wird es unruhig und wenig konstruktiv.

Soweit liest es sich wie ein Lehrbuch für Management-Methoden und man greift zu neuen Begrifflichkeit um einem solchen Ausmaß vorzubeugen. Jedoch wird oft ausser Acht gelassen worum es bei der Ausarbeitung eines solchen roten Fadens überhaupt geht:

Verbindlichkeit!

Sie ist es, die uns Dinge nachhaltig tun lässt und uns emotional verpflichtet. Verbindlichkeit ist der Antrieb in flauen Phasen und der Anker bei unwohlen Stimmungen. Verbindlichkeit hält uns in vielen Bereichen des Lebens in der Spur und lässt uns die Dinge verfolgen.

So lässt uns die Verbindlichkeit gegenüber unserem Partner Dinge verfolgen, die uns eigentlich nicht sonderlich interessieren, der „großen Sache“ aber dienlich sind. Verbindlichkeit lässt uns am Morgen aufstehen und zur Arbeit gehen auch wenn wir aktuell keine Lust dazu haben. Verbindlichkeit bringt und auch bei großem widerstreben dazu den unliebsamen Kunden anzurufen und ihm die schlechte Nachricht mitzuteilen, damit wir unserem Motto oder Selbstbild gerecht werden können.

Ist es unter diesem Gesichtspunkt nicht vorteilhaft Verbindlichkeiten für sich und das erreichen seiner Ziele zu nutzen? Doch unbedingt!

Dabei sei eines vorweg erwähnt: Verbindlichkeiten haben einen ungemein schlechten Ruf und bringen ein Gefühl von unabänderlichem mit sich. Klar sollte sein, dass Verbindlichkeiten durchdacht und verfolgt werden sollen. Bei einem neuen Erkenntnisgewinn jedoch dürfen auch Verbindlichkeiten angepasst werden. Doch sollte das nicht eingeplant, sonder nur im Hinterkopf gehalten werden.

Wie jedoch nutzt man nun Verbindlichkeiten für sich? Den Anfangen machen zum Beispiel die Termine die man schon „so lange“ hinter sich gebracht haben möchte. Hier einfach einen Termin zu vereinbaren führt zu einer Eigendynamik. Selbst bei verschieben des Termins hat man doch ein Ziel. Wichtig ist, sehr zeitnah diese Verbindlichkeit einzugehen. Dabei spielt es keine Rolle ob, die gefundene Verbindlichkeit auch tatsächlich zu 200% erfüllt werden kann. An dieser stelle ist die Tatsache entscheidend das es überhaupt eine Verbindlichkeit gibt. Wir neigen dazu Verbindlichkeiten erst dann einzugehen wenn nahezu unendlich viele Rahmenbedingungen erfüllt sind. Das ist ein extrem mühsamer und anstrengender Weg der viel Energie verbraucht. Das gilt es abzukürzen.

Den nächsten Schritt zum Ausbau der eigenen Verbindlichkeits-Kopetenz sind Beispielsweise Anschaffungen die wir mit etwas verknüpfen oder Schritte die wir uns bisher nicht getraut haben zu gehen, weil wir irgendwelche Ausreden gefunden haben die gegen die Ausführung dieser sprachen.

Verbindlichkeiten aufzubauen, einzugehen und umsetzen ist ein enormer Prozess der uns sehr merkwürdig vorkommen wird, weil wir teilweise mit unklaren Gegebenheiten umgehen werden die uns nur allzu oft als „unsicher“ ins Bewusstsein gedrückt werden.

Fakt ist aber, dass sobald wir eine Verbindlichkeit haben, wir diese auch nach bestem Wissen und Gewissen wahr nehmen und umsetzen. Durch das selbst initiierte Aufbauen von Verbindlichkeiten bewegen wir uns immer weiter auf die zu erreichenden Ziele zu und erzeugen eine mächtige Eigendynamik die sehr schnell zu einer Intensität heranwächst, dass wir uns in einem stetigen Prozess des Verwirklichens wiederfinden werden.

In diesem Sinne bleibt mir nur noch zu sagen: auf zum nächsten Termin :)!

Erfolgstipp: Vertrauen

Immer wenn in diversen Kanälen von „Vertrauen“ gesprochen
wird, kann man beobachten wie alle zurückhaltend lauschen
und möglichst distanziert handeln.

Sicherlich wird es damit zu tun haben, dass Vertrauen ein
ziemlich abtrünnig gebrauchter Begriff geworden ist. An
einer anderen Stelle ist dazu ein wenig ausführlicher zu
lesen.

Wie soll nun aber „Vertrauen“ ein Erfolgstipp sein, wenn
er doch offenbar so vorsichtig zu gebrauchen ist?

Vertrauen bildet die Grundlage allen zwischenmenschlichen
handelns. Jede Kommunikation, jedes handeln, jedes Projekt,
steht und fällt sobald Vertrauen nicht mehr zu finden ist
und weitere Interaktion unterbindet.

Will man erfolgreich sein, so ist es also wichtig Vertrauen
für sich zu entdecken und unter Umständen sogar eine eigene
Definition zu verpassen. Können wir Vertrauen schenken und
einfordern, so ist der Umkehrschluss ein sich selbst fügendes
Gebilde.

Zu Anfang beginnt es immer mit Unsicherheit. Sowohl auf der
eigenen, als auch auf der Gegenseite. Diese Unsicherheit begründet
sich schlicht in dem Sachverhalt, dass keine Partei ‚weiss‘
was die andere denkt und tut. Will man sicher gehen gibt es
diverse wege um das Ergebnis sicher zu stellen. Der sicherlich
vielversprechenste ist, darauf zu vertrauen, dass einem selbst
alles gegeben ist, was notwendig ist um mit einer Situation
umzugehen und weiter noch, im Falle eines Scheiterns auch
damit zurecht zu kommen.

Die Folge aus dieser Haltung ist eine enorme Selbstsicherheit
die in aller Regel dazu führt, dass wir anderes – nämlich
sebstsicher – wahrgenommen werden. Wenn wir nun auf uns selbst
schauen, dann stellen wir fest, dass wir selbst auch gern mit
Menschen zusammenarbeiten die selbstsicher sind und wirken als
könnte man sich auf sie verlassen.

Wenn wir uns diesen Sachverhalt vor Augen halten, dann ist
eine logische Schlussfolgerung, dass auch unsere Gegenüber es
gern hat nicht immer die Zügel in der Hand zu haben und sich
um alles kümmern zu müssen und eben gern mit einem Menschen
zusammenarbeiten möchte, der Selbstsicher ist und das
Vertrauen ausstrahlt, dass sowohl der Auftrag, als auch eine
möglicherweise negative Konsequenz durchgestanden wird.

Wir halten also fest: gehen wir vor und geben einen Vorschuss
in Sachen Vertrauen, so sorgen wir austomatisch für eine positive
Gegenreaktion. Diese Reaktion wird zunächst beide Seite irritieren,
hält man dies jedoch aus, entsteht eine ungezwungene Form
des Miteinanders. Allein hierdurch werden wir schon wesentlich
erfolgreicher in dem was wir anstreben, weil wir mehr und mehr
entspannen und einen Weg beschreiten der es uns erlaubt mit
offeneren Augen auf die Sitautionen zu zugehen.

Vertrauen sollte nicht als mystische Komponente ausgeblendet
und vielleicht sogar als unprofessionell gewertet werden.
Wenn wir vertrauen in uns selbst entwickeltn und natürlich
auch in unser gegenüber und zudem auch noch in die Sache an
sich, dann werden wir feststellen, dass meist alles notwendige
vorhanden ist um erfolgreich zu sein.
Zudem werden sie die Mitmenschen in der Regel nicht die Blöße
geben und ein in sie gesetztes Vertrauen missbrauchen. Sollte
dem doch mal so sein, so haben wir an diesem punkt schon die
innere Gewissheit, dass wir sowohl frühzeitig auferksam werden,
als auch mit der daraus resultierenden Situation umgehen können.

Vertrauen noch heute zu sähen, entspannt ungemein!

Webweisend: Kein Feedback bei Bewerbung – Brainstorming

Ich nehme mal spontan und ohne Absprache mit Jörg seinen Artikel aus unserem Blog als Grundlage für eine kleine Diskussion (wir können das dann in den Geschichtsbüchern als Blogpost-Fights oder ähnliches verkaufen, Jörg 😉 ).

Klar hat jeder Bewerber ein Recht darauf, dass man zumindest eine Antwort erhält. Ob es nun ein persönlicher Brief ist oder nur ein unpersönlicher Text mit der entsprechenden negativen Antwort. Ist halt so.

Ich glaube nur einfach, dass man die Lage einiger Unternehmen nicht falsch einschätzen sollte. Gerade KMUs sind aufgrund ihrer Mitarbeiterzahl nicht unbedingt mit einer Vollzeitstelle für die Personalbeschaffung besetzt. Umgekehrt verlangt der Trend, dass man sich Online präsentiert. Die Folge sind dann vermutlich spam-ähnliche Zustände von Bewerbern in den Postfächern jobs@. karriere@ und personal@.

So, was mache ich also als Unternehmen, dass täglich gefühlte 1000 Bewerbungen bekommt aber nur eine Teilzeitstelle da sitzen hat die physikalisch überhaupt nur in der Lage ist 10-30 solcher Mails intensiv(!) zu lesen. Vermutlich nichts und genau das ist dann das Ergebnis von dem Jörg berichtet.

Ich drehe den Spieß jetzt um und behaupte (mit voller Frechheit!), dass alle Bewerber trotzdem ihre Teilschuld haben. In meinem arbeitssuchenden Freundeskreis (Jörg ausgenommen, der ist ein Freund aber gehört jetzt nicht zum besagten Kreis 😉 hat sich die Methode implementiert, dass man so viele Mails wie möglich rausschickt und „hofft“ per Brute-Force-Attacke eine entsprechende Einladung oder Zussage zu bekommen. Ich finde persönlich, das ist Bullshit. Indirekt will man doch nur seinen inneren Gedanken befriedigen, man habe ja doch heute was getan, man habe sich doch jetzt mal wieder ne ordentliche Ladung GTA5 verdient oder könnte sich abends um 14 Uhr die alkoholische Kante geben.

Das mit dem GTA5 und der Kante möchte ich gar nicht schlecht reden. Mein Ziel ist es, den Leuten die Augen zu öffnen und dass sie dieses Schema nicht beibehalten sollen. Es hilft niemanden und produziert auf beiden Seiten Stress.

Der Personaler wird zugemüllt und aufgrund von diesen „schnellen Mails“ schleichen sich peinliche Fehler ein oder man überlegt nicht mal ob die Stelle überhaupt zu jemandem passt.

Klar, der Job in Basel ist cool aber ich hätte einen Arbeitsweg von 5h. Eventuell nicht die beste Voraussetzung für einen Berufsanfänger.

Was ich schlussendlich damit sagen/schreiben will, ist, dass man sich einfach mal die Stellen genauer anschauen sollte. Ich würde mich z.B. niemals über irgendwelche Jobbörsen an eine Stelle richten. Ich bin 1. nicht der einzige von mindestens 1000 anderen Leuten die leider immer irgendwie besser auf die Stelle passen und 2. schätze ich den persönlichen Kontakt mehr als eine E-Mail. Wie wäre es mal zur Abwechslung mit dem Personaler vorher zu sprechen bevor man ihn zumüllt? Passt die Stelle überhaupt? Nehmen sie meine Qualifikationen überhaupt an?

Klar treffen diese Hinweise nicht auf jeden zu und es soll Leute geben, die auch per Brute-Force-Attacke ihre Stelle bekommen haben. Klar, akzeptiere ich. Aber fasst euch selbst mal an die Nase und überlegt mal was besser ist … 20 Bewerbungen von denen 15 Schreibfehler haben, 3 den falschen Adressat und zwei effektiv am Ende doch uninteressant waren oder z.B. eine einzige durchdachte Bewerbung die aber vorher telefonisch vorbereitet wurde, man hat sozial mit er Person agiert und sich mal für das Unternehmen interessiert.

Meint ihr nicht auch, dass man sogar noch die Gelegenheit hat, dass der eigene Name beim Personaler hängen bleibt und man beim Aussortieren plötzlich allein deswegen doch genommen wird?

Ich finde den Gedanken geil.

Entschuldigt den wilden Schreibstil 😉

Erfolgstipp: Mut zur Lücke

Jeder von uns kennt das Gefühl in einer Situation zu stecken, in welcher man nicht weiterkommt. Unter Umständen hat man sogar eine Versprechungen gemacht die man nicht mehr einhalten kann. Oder aber man muss sich eingestehen dass man sich selbst oder eine Situation falsch eingeschätzt hat.

In solchen Momenten passiert in der Regel folgendes: Entweder man sucht fleißig nach Gründen weshalb es dazu gekommen ist (üblicher weise sind die nicht bei sich selbst zu finden) oder man setzt das Geschehene auf die Liste der Dinge die man sowieso nicht kann. Sobald dann Personen ins Spiel kommen die nachfragen oder vor denen man sich rechtfertigen muss, wird das Ganze unheimlich spannend. Wir drucksen herum, wir fangen an zu stammeln, wir versuchen der Situation aus dem Weg zu gehen.

Doch schauen wir einmal auf uns selbst:

Was geht in uns vor allem wenn wir einem Menschen begegnen der in dieser Situation steckt? Oftmals entwickelt sich hier ein Unverständnis dafür weshalb dieser nicht einfach sagt dass man etwas nicht geschafft hat, immerhin ist es doch menschlich. Oder aber wir werden böse auf uaufgrund der fadenscheinigen Ausreden. In manchen Fällen entwickeln wir sogar ein mitleidiges Gefühl-was in der Regel nicht gerade Wertvoll für unser Gegenüber ist.

Wäre es an dieser Stelle nicht sinnvoll die Situation -die uns sehr wohl bekannt ist- bei uns selbst aufzugreifen und im Vorfeld zu verändern? Was hindert uns daran zu diesen Lücken zu stehen beziehungsweise uns unsere Fehleinschätzung einzugestehen. Dabei sollte keineswegs ein Scheitern/nicht einhalten/Fehlverhalten oder die persönliche Schwächen als Ausrede und sogar als Option wahrgenommen werden. Vielmehr hilft die offene Kommunikation mit den Betroffenen die Gesamtsituation aufzuklären und Missverständnisse zu vermeiden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass uns solche Situation in der Regel nicht mehr so häufig oder in dem Ausmaß passieren werden. Sollten wir dennoch mal an eine immer wiederkehrende Situation gelangen, so werden wir uns selbst etwas besser einschätzen können und auch hier für die Zukunft den Weg besser ebnen können.

Kennen wir unsere persönlichen Eigenschaften, so können wir sie mit einplanen. Die vermeintliche Einschätzung dass unser gegenüber ein unschönes Bild von uns haben könnte, nur weil wir mal zu spät gekommen sind oder eine Zusage nicht direkt einhalten konnten ist in der Regel vollständig unbegründet.

Wie komme ich zu der Annahme? Schauen wir wieder auf uns selbst! Wann haben wir das letzte Mal jemanden verurteilteiner, wenn dieser jenige uns offen gegenüber stand und den Sachverhalt angesprochen und seine Fehleinschätzung kund getan hat?

Wie diesem Sinne: Mut zur Lücke! Es lässt uns souveräner und selbstsicherer erscheinen, steigert mittelfristig die Qualität unserer Planung, schafft die Basis für konstruktiven Umgang.

Erfolgstipp: Achtsamkeit

Es hört sich ein wenig so an wie die Weisheit aus einem buddhistischen Kloster. Achtsamkeit soll zu Erfolg führen. Dabei ist es genau das was uns ein Gefühl dafür vermittelt wie wir in einer Situation handeln sollten um unserem gegenüber entgegenzukommen.

Achtsamkeit auf uns selbst macht uns sogar deutlich welche Potenziale wir haben, in welcher Position wir uns befinden, und natürlich auch welche Optionen uns zur Verfügung stehen.

Wer sich in einem Gespräch die Zeit nimmt einmal genau auf sein gegenüber zur achten-damit meine ich nicht eine volle Konzentration und das anstarren desjenigen- der wird feststellen wie viel ruhiger, gelassener und vor allen Dingen souveräner er innerhalb dieser Situation agieren kann.

Achtsamkeit ist es die uns aufhorchen lässt wenn sich in einer Situation, in einem Prozess oder ähnlichem etwas verändert. Somit haben wir dann auch schnell die Möglichkeiten uns anzupassen oder schneller reagieren zu können.

Wer achtsam ist wird auch eher mit sich selbst zurecht kommen, denn die Achtsamkeit bereitete uns freudestrahlend auf Veränderungen vor, kündigte eventuelle Erkältung an, zeigt uns wann wir ausgelaugt und wann energiegeladen sind.

Wer sich einen Moment lang Zeit nimmt -oder auch mehrere im Laufe des Tages -wird feststellen er immer mehr in sich ruht und die Situationen gelassener nimmt. Mehr Gelassenheit innerhalb der Situationen ergibt automatisch ein besseres Ergebnis beziehungsweise ein erfolgreicheres Gefühl.

Achtsamkeit ist die Übung den Fokus in die totale zu bewegen und sich so einen Überblick zu verschaffen. Aus dieser Position heraus ist es recht angenehm möglich die Gesamtsituation beurteilen zu können

Fazit: etwas mehr darauf achten zu achten.

Edit 20.04.2014: hilft sogar in der Abnehmerei Spiegel Artikel

Erfolgstipp: Entscheidungen

Es klingt wie aus dem Lehrbuch. Entscheidungen müssen getroffen werden, Ellenbogen raus, Business. Davon jedoch bin ich weit entfern. heute geht es mir darum die Wege zu verkürzen und die Bedeutung dessen was wir meinen immer direkt und umfangreich entscheiden zu müssen zu relativieren.

Bringt euch selbst dazu Entscheidungen auf kürzerem Wege zu treffen. Sicherlcih soll alles die Zeit bekommen die es benötigt. Eine Entscheidung zu treffen ist jedoch nicht damit zu verwechseln eine Planung durchzuführen.

Wenn man ein Brötchen haben will sollte man losgehen und sich ein Brötchen holen, Also das notwendige tun um sein Ziel zu erreichen.

Wer sich zu lange und zu intensiv mit dem Drumherum beschäftigt (welches Brötchen, wie teuer, wo kaufen, wie essen, welcher Belag,…) braucht lange und wird vermutlich nicht zu seinem Brötchen kommen.

Das liegt an der Verbrauchten Energie für diesen Prozess.
Oftmals spricht man nicht mal mit einer konkreten Vorstellungen oder erfahren davon.

Nutzt also die Erfahrung die bei einem kürzeren Entscheidung Weg entsteht um zukünftige Ziele besser vorzubereiten/abzuwägen und das Ergebnis im Vorfeld zu beeinflussen.

Kürzere Entscheidungen führen außerdem dazu, dass man mehr Entscheidung treffen kann. Mehr Entscheidungen heißt in der Regel auch automatisch mehr Erfolgserlebnisse. Diese wirken motivierend für den Tag und gestalten so ein insgesamt höheres Flow Gefühl.

Entscheidungen sollten Zielführen und nicht Endgültig oder Maßgeblich sein. So bleibt genug Luft zum atmen, Energie für die Umsetzung und vor allem Motivation für die nächsten Schritte.

Erfolgstipp: in Bewegung bleiben

Wer mich kennt weiß, dass ich auf vielen Hochzeiten tanze. Oft gilt: wer nichts tut, der tut auch nichts. Das dieser Satz nur bedingt der Wahrheit entspricht, weiß wohl jeder Kofarbeiter.

Mal bin ich der Unternehmensberater der Strukturen analysiert und Prozesse optimiert, mal der Systemadministrator der Serverlandschaften wartet oder auf den neusten Stand bringt und natürlich der Fotograf mit Zufriedenheits- und Wohlfühlfaktor.

Mein Erfolg besteht darin bei all diesen unterschiedlichen Themen und Anforderungen nicht den Überblick zu verlieren, genügend Ausgleich für Familie und Freizeit zu haben, und dennoch qualitativ hochwertige, nachhaltige, belastbare Ergebnisse zu erzielen.

Um das zu erreichen benutze ich sowohl technische Mittel als auch menschliche Eigenschaften und natürlich ein paar kleine Tricks. Wichtig dabei ist die Grundannahme, dass alles vorhanden ist, was man braucht um seine Ziele zu erreichen.

Einer dieser Tricks ist, dass ich meine Umgebung den Anforderungen entsprechend gestalte.

Um Ideen und die nächsten Schritte nicht aus den Augen zu verlieren  sollte nach Möglichkeit immer einen Block und Stift, oder anderes Werkzeug bereit liegen. Aufgaben sind zu gliederen und nach Art und Weise beziehungsweise Kategorien zu ordnen. Es sollte ein Betreben sein die nächsten ein bis zwei Arbeitsschritte in jeder Planungsphase festzulegen. Es wird ein ziemlich fester Rahmen pro Aufgabe aufgestellt der nach Möglichkeit auch nicht überschritten wird.

So weiß das Unterbewusstsein was als nächstes folgt und kann sich entspannen während der kreativer Geist für den definierten Zeitraum (meist um die 60 Minuten) aktiv arbeitet.

Auf diese Art ist es ohne weiteres möglich viele Dinge im Blick zu haben und auch tatsächlich zu bearbeiten. Wichtig ist, das man am Ball bleibt und sich dazu bringt sich einer Aufgabe tatsächlich anzunehmen. Mir persönlich hilft die Aussprache des bevorstehenden.

„Ich werde jetzt meine Büroarbeiten sortieren und abheften!“.

Vertrauenssache

Aufgrund eines der letzten Podcasts von Holgi, greife ich das Thema “ Vertrauen“ mal für mich auf.

Das Thema ist aus meiner Sicht ein sehr verkommenes. Oft wird es von vielen als Erkenntnis oder gar Totschlagargument genutzt. Jeder hat Angst davor es zu verlieren und ist damit in keiner günstigen Position objektiv darüber nachzudenken. Die Angst hinter dem Thema verleitet viele zu für mich nicht nachvollziehbaren Handlungen. So wird es oft voran geschoben als indirekte Drohung oder als Karussell innerhalb von Beziehungen eingebaut. Im Zweifelsfall ist es ein nicht greifbares, hoch brisantes emotionales Buschfeuer.

Dabei glaube ich dass wir in den vergangenen Jahren die Thematik völlig missinterpretiert haben und weiterhin Fehldefinieren werden.
Wenn ich auf die von mir gemachten Erfahrungen zurückblicken, dann ist Vertrauen meist im Zusammenhang mit Enttäuschungen und ähnlichen emotionalen Konstrukten genannt worden. Oft immer nur zum Schluss ohne eine konkrete Vorgeschichte. Dabei spielt Vertrauen an vielen – schon kleinen – verschiedenen Stellen eine entscheidende Rolle.

  • Ich vertraue darauf dass die Kassiererin mir das korrekte Wechselgeld herausgibt.
  • Ich vertraue darauf dass der Lieferant mir die von mir bestellte Ware bringen.
  • Ich vertraue darauf das mein Chef die „richtige“ Entscheidung für das Unternehmen und damit für meinen Arbeitsplatz.

Diese Liste lässt sich vermutlich beliebig weit fortführen und noch stärker ausbauen, wenn es in den privaten Bereich geht. Das überlasse ich aus strategischer Sicht dem geneigten Leser – ansonsten habe ich die Befürchtung das es emotional ungerührt wird.
Was ich damit sagen möchte ist, das in jeder Situation in der es Vertrauen geht immer beide Parteien involviert sind. In den vergangenen Jahren beobachte ich allerdings zunehmend, dass für einen „Vertrauensmissbrauch“ immer nur eine Seite verantwortlich gemacht wird. Das hat den Effekt, das meist auch nur eine Seite sich verantwortlich fühlt und gegebenenfalls – bei entsprechender persönlicher Eignung – diese Position für sich nutzt. Bei weniger Skrupel kann ein Arbeitgeber sich die Taschen voll stopfen während die Arbeitnehmer einfach nur schimpfen, enttäuscht werden, und von Vertrauensmissbrauch sprechen ohne allerdings selbst aktiv zu werden oder im Vorfeld gar Weichen zu stellen. Im Umkehrschluss entsteht bei den Befähigten, also diejenigen welche bereit sind Vertrauen bidirektional zu betreiben, ein gewisses ‚mehr‘ an Verantwortung die sie oft nicht bereit sind zu tragen. Das übt einen immensen Druck aus und bringt denjenigen der davon betroffen ist ein eine unangenehme Situation. Diese Menschen sind in der Regel  dazu geneigt „Führungspositionen“ einzunehmen (hiermit ist nicht der Abteilungsleiter gemeint, sondern derjenige der Verantwortung übernimmt und zu führen). Oft an für  sie  passenden Positionen (nicht zu vergleichen mit dahingezüchtetem Führungspersonal). Durch das breitflächige betreiben von Unidirektionalem Vertrauen wächst allerdings sowohl der Druck in Richtung dieser Personen als auch wie Verantwortung damit umzugehen. Demgegenüber steht sinkender Motivation, steigender Unmut aufgrund der des (direkt oder indirekt) gefühlten Vertrauensmissbrauchs und Unlust sich mit der Thematik auseinander zusetzen.  Gegebenenfalls ist sogar das Vertrauen in die ausführenden Personen, bei denen ist mittlerweile eine hohe Verdrießlichkeit eingekehrt ist, erschüttert und bedarf eines Aufbaus. Dieses Gesamtkonstrukt wird fälschlicherweise als Leidensweg interpretiert und führt dazu das Vertrauen/Vertrauensmissbrauch ein so heikles Thema ist.

Die Lösung dazu wäre denkbar einfach wenn an entsprechenden Stellen (ich spreche hier ganz bewusst nicht von jedem) eine gewisse Skepsis beziehungsweise kognitive Leistung erbracht werden würde vertrauen bidirektional zu halten. Das Selbstverständnis der eigenen Position und der des Gegenübers muss aufgelöst werden. Der verantwortliche/die Führungsposition muss aufhören den Lohn als gerechtfertigt anzusehen für seine schwere Aufgabe.

Im Alltag bedeutet das folgendes:

  • Ich gestehe der Kassiererin das Recht zu sich beim Wechselgeld verzählt zu haben und zähle ggf. selbst nach.
  • Ich ziehe in Betracht das etwas dazwischen kommen kann, wenn Menschen sich um eine Aufgabe kümmern und nehme es nicht persönlich wenn meine Bestellung nicht 100% dem entspricht was ich erwartet habe.
  • Ich gestehe meinem Chef zu nicht alles überblicken zu können und nehme selbst Teil an den Geschicken der Abteilung, der Aufgabe und/oder des Unternehmens.

Das bringt jeden in eine sehr vorteilhafte Ausgangsposition: Zum einen minimiert sich der Druck alles „richtig“ zu machen. Zum anderen entspannt es die eigene Position bei der Problemlösung mit externen Faktoren.

Wenn von einem Missverständnis ausgegangen wird ist Vertrauen aussen vor. Vertrauen zu missbrauchen ist eine Bewusste Handlung. Vertrauen zu jemandem zu haben eine Erfahrung. Wenn jemand kognitiv nicht in der Lage ist etwas kontinuierlich durchzuführen, dann kann ich nicht darauf vertrauen das er es tut. Jetzt kann ich nicht von einem Vertrauensmissbrauch gesprochen werden, da ich niemals die Erfahrung gemacht habe, dass mein Gegenüber überhaupt in der Lage ist. Anders herum kann mein Gegenüber mich  auch nicht in die Situation bringen von missbrauchten Vertrauen betroffen zu sein. Ich selbst werde von diesem Standpunkt aus meine Ansprüche an das Gegenüber verändern und erfahren, wie konstruktiv und funktionstüchtig dieses Konstrukt ist.

Zeit nutzen

Die meisten von uns werden es kennen: Arbeitswege!

Diese undankbare Zeit kann und wird von dem ein oder anderen konstruktiv genutzt werden. Zum einen Ist es möglich seinen Frust auf der Autobahn abzubauen indem man ein wenig mehr aufs Gaspedal gerückt. Alternativ kann man auch seinen fehlenden Schlaf in einen meditativen Zustand etwas ausbessern oder ganz einfach diese Zeit konstruktiv nutzen.

In meinem Fall komme ich – seit einigen Jahren mal wieder – in den Genuss morgens eine halbe Stunde auf der Autobahn verbringen zu müssen. Diese Zeit habe ich von Anfang an damit verbracht Podcasts zu hören. Ein absolut netter Nebeneffekt für mich ist, dass ich zum einen einer verschollenen Leidenschaft frönen kann und gleichzeitig das Gefühl habe etwas wie Weiterbildung zu erfahren. Da der Heimwegs sich ähnlich gestaltet, kann ich meinen Arbeitstag meistens mit dem wohligen Gefühl beenden etwas getan zu haben.

Die neue Technik (auch wenn diese gar nicht so neu ist) bringt einen zudem in die vorteilhafte Position während des Autofahrens seine Gedanken in etwas produktives umwandeln zu können. Siri und sonstige $Spracherkennungsprogramme helfen dabei seinen E-Mail Verkehr auch während der Autofahrt abhandeln zu können.

Wenn man jetzt meint, das ist nur etwas für workerholics, so sehe ich das vollkommen anders. Insgesamt befinden wir uns – meiner Ansicht nach – in einer sehr bequemen und dadurch verwöhnten Gesellschaft. Nur wenige schaffen es die zur Verfügung stehende Zeit und/oder die vorhandenen technischen Mittel so einzusetzen, dass Sie entweder die Zufriedenheit steigern, die anfallende Arbeit erledigen, oder gar einfach Spaß machen (was auch wieder zur Zufriedenheit gehört).

Viele meiner besten Ideen/Konzepte, Planungen und Korrespondenzen sind mit Hilfe von Spracherkennung und sonstigen kleinen Helfern entstanden. Sie versetzt mich in die Lage mein Gedankengut auf einfachste Weg in Text umzusetzen. Dieser ist sicherlich nicht perfekt-allerdings ist das Ergebnis eine ziemlich gute Skizze für mein eigenes Brainstorming. Insofern ist mein mentaler Arbeitsspeicher meistens leer und bietet Raum für Neues. Selbst dieser Blogeintrag ist morgens auf der Autobahn unter Zuhilfenahme von Spracherkennung auf dem Smartphone entstanden.

Schöne Welt