Erfolgstipp: authentisch sein!

Vermutlich werde ich ausnahmsweise 100-prozentig richtig liegen wenn ich sage dass es wohl niemanden auf der Welt gibt der nicht mal einen Menschen getroffen hat von dem er sich gedacht hat: „das hätte ich nicht gedacht“, oder „so habe ich ihn/sie aber nicht eingeschätzt“.

Vermutlich noch eher werde ich Zustimmung ernten wenn ich sage, dass jedem die Situation mehr oder weniger eindringlich bekannt ist, in der man das Gefühl hat sich verstellen zu müssen oder im Nachhinein feststellt dass man sich verstellt hat. Meistens sind solchen Erfahrungen ein ganzer Rattenschwanz an Gedanken angehangen. Wir denken über uns nach und hinterfragen uns ob er richtig oder falsch gehandelt haben. Manchmal sind wir sogar überrascht von uns selbst und können nicht so recht erklären warum, wieso, weshalb wir so reagiert haben.

Schwieriger wird uns vermutlich fallen Situationen in unserem Gedächtnis zu finden an denen wir von einem Menschen von Anfang bis Ende begeistert waren. Ich spreche nicht von der Begeisterung die man gegenüber einem Popstar hat, sondern die Begeisterung sich angenehm wohl und behaglich gefühlt zu haben während man seine Arbeit tat oder eine Aufgabe erledigte.

Genauer betrachtet werden wir feststellen, dass unser Gegenüber in einer solchen Situation sehr authentisch gewesen ist. Der Eindruck (der erste vermutlich) war von Anfang bis Ende stimmig. Dabei ist es unerheblich ob wir mit einer lieben, netten und zurückhaltenden Personen in Kontakt standen oder mit einem ruppigen Türsteher Charakter.

Wir arbeiten gerne mit Menschen zusammen bei denen wir wissen woran wir sind und bei denen wir gewisse Verhaltensmuster anlegen können (fast schon wie Berufskleidung) auf die wir uns einstellen können. Ungern hingegen arbeiten wir mit Menschen bei denen wir bei jedem Kontakt erneut herausfinden müssen wie wir uns zu verhalten haben, was wir zu erwarten haben, was wir erwarten können und so weiter.

Wenn wir die vorangegangenen Absätze noch mal lesen wird uns auffallen, dass wir nun auf einen größeren Erfahrungsschatz zurückgreifen können, weil uns immer mehr Situationen einfallen werden in denen wir mit anderen Menschen genau diese Erfahrung gemacht haben. Schauen wir uns die einzelnen Situationen einen stellen wir fest dass die Menschen arg unterschiedlich waren und kein Schema F hatten.

Es ist vollkommen unerheblich was für ein Charakter ein Mensch hat. Ist er ruppig und unbequem ist es genauso gut wie das Mauerblümchen oder der durchgeknallte Typ von neben an. Wichtig ist, dass sie alle authentisch sind. So ist es für uns wichtig bei uns selbst zu bleiben. Damit meine ich nicht das es spirituell er zurücklehnen, Augen schließen und zu seiner Mitte finden. Es sollte vielmehr so sein das wir etwas verkörpern worauf sich andere einstellen können.

Es liegt also nahe, dass es nicht zwingend notwendig ist seine Berufskleidung anhand der Erwartungen anderer anzupassen-das wird (sofern es sich nicht um einen kurzen, temporären Abschnitt handelt) nach hinten losgehen. Genauso sollten wir unsere Verhaltensweisen, Ansichten, Stärken und Schwächen nicht gezielt an unserem gegenüber ausrichten, denn so nehmen wir Ihnen die Möglichkeit sich an uns zu orientieren und ein ähnlich wohliges Gefühl zu haben wie wir es hatten also mit authentischen Menschen zu tun hatten.

Ein weiterer absolut erstrebenswerter Nebeneffekt ist, dass bei einer halbwegs authentischen Lebensweise ein ungemeiner druck von unseren Schultern genommen wird. Wir können in nahezu jeder Situation auf einen uns bekannten Rhythmus zurückgreifen und stellen kein böses erwachen für unsere Mitmenschen oder Geschäftspartnern da. Eine authentische Lebensweise ist zudem ein elementarer Grundstein für einen „Flow“ Gefühl. Wenn wir machen was wir machen ohne in ein unbewusstes Schema zu gleiten, so fällt es uns leichter und raubt uns nicht unnötig Energie..

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