Umgang mit dem (H/K)unden

Immer wieder bekomme ich mit, dass es für meine Kunden wohl ein ausserordentliches Leistungsbild ist, wenn man angenehm Zeit miteinander verbringen kann und zudem vielleicht noch den respektvollen und professionellen Abstand waren kann.

Enorm häufig höre ich von schauergeschichten, in denen Ein Fotoshooting abgebrochen wurde, weil der Fotograf schlechte Laune bekam oder nicht ordentlich mit dem Tier umgehen wollte. Grausig finde ich die Berichterstattungen von Hochzeiten, in denen ein Fotograf zum Nabel des Geschehens mutiert und Leute vom Tisch holt oder anfängt die Situationen ungeschickt zu manipulieren.

Da bin ich immer ganz froh, dass ich solche Aussagen bisher noch nicht selbst erfahren musste. Es ist mir ein großes Anliegen, dass mein Kunde sich wohl fühlt. Gastfreundschaft und Empathie ist hier das Stichwort. Es geht bei einem Shooting nicht in erster Linie um die Verwirklichung meiner persönlichen Träume. Sondern es geht darum, dass die Bilder mit einem schönen Erlebnis verknüpft werden.

Bei Hunden bekommt man in der Regel ziemlich schnell ein Feedback auf sein Verhalten. So kann ich an einem Hund ablesen, ob ich grade etwas angespannt oder gar überdreht bin. Wie und warum man solche Signale ignoriert ist mir schleierhaft. Zumindest dann, wenn man Tiere fotografiert.

Damit sage ich nicht, dass es mir durchgehen gelingt alles „richtig“ zu machen. Jedoch ist die Vorbereitung mit dieser inneren Haltung gleich eine andere und vor alllem kann man sich schnell der Situation einordnen, sofern man das verstanden hat.

Gestern habe ich bei einem Spaziergang ein wenig mit der Kamera herumgespielt und meinen Gasthund abgelichtet. Dabei begenete ich ein paar Menschen, die ebenfalls mit einem Hund unterwegs waren und wir liesen die Hunde nach einem anfänglichen Begrüßen miteinander spielen da beiden die selbe Energie auferlegt gewesen zu sein scheint.

Daraus erwachsen ist, dass der fremde Hund heute in einem Auftrag vor meiner Linse stand und weitere Termine sehr wahrscheinlich sind. Weshalb? Weil ich mir permanent mühe gebe die Situation von innenheraus zu betrachten und mein Gegenüber bestmöglich zu verstehen. Es geht nicht um mich. Ich möchte zwar das Bild von diesem tollen Hund (sein Name ist übrigens Eddi) machen, doch dazu muss ich mich auf die Ebene Begeben, in der ich das vermitteln kann.

Hat man das einmal verstanden wird es zunehmend einfacher Wünsche zu vermitteln und Shootings zu steuern. Die Perfektion veriert seinen Reiz und man betritt eine neue Ebene des fotografierens in der das Ergebnis eine Kombination aus fotografischem Können, leidenschaftlicher Erfahrung und Erinnerung ist.

In diesem Fall war es die Tatsache, dass der Eddi eine ziemlich schicksalhafte Vergangenheit hatte und nicht sonderlich gut auf andere Männder zu sprechen ist. Unsicherheit prägt sein handeln und dennoch hat das Shooting viel Spaß gemacht und ich hatte zwischendurch einen neuen Begleiter neben mir 🙂 woran das wohl liegen mag…?

Eddi hat angst vor anderen Menschn

Source: bodemotion